Transfergesellschaft

Arbeitnehmer, denen ein dauerhafter, unvermeidbarer Arbeitsausfall auf Grund einer Betriebsänderung (§ 111 BetrVG) droht, können in eine Transfergesellschaft wechseln. Die Grundlage hierfür stellt das Transferkurzarbeitergeld dar. Durch den Eintritt in die Transfergesellschaft verbessern sich für den Arbeitnehmer die Chancen für eine erfolgreiche Vermittlung. Auch der Übergang in eine selbstständige Tätigkeit wird erleichtert.

Betriebliche Voraussetzungen:

  • Die Arbeitnehmer sind von Arbeitslosigkeit bedroht aufgrund von Betriebsänderungen, im Anschluss an die Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses oder im Anschluss an die Beendigung eines Berufsausbildungsverhältnisses.
  • Eine Zusammenfassung der betroffenen Arbeitnehmer in einer eigenen Transfergesellschaft ist möglich. Dabei gilt keine Mindestgröße.
  • Die Anzeige des Arbeitsausfalls erfolgt bei der zuständigen Agentur für Arbeit (maßgeblich ist der Sitz des Betriebs).

Persönliche Voraussetzungen:

  • Drohende Arbeitslosigkeit
  • Die versicherungspflichtige Beschäftigung soll fortgesetzt oder vermittelt werden.
  • Der Arbeitnehmer nimmt im Anschluss an eine Berufsausbildung eine versicherungspflichtige Beschäftigung auf.
  • Der Arbeitnehmer ist nicht von Kurzarbeitergeld-Bezug ausgeschlossen.
  • Teilnahme an einer Profilingmaßnahme (1-2 Tage).

Dauer der Förderung
Die Förderungsdauer beträgt maximal 12 Monate. Eine Verlängerungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen.

Sonstige Regelungen

  • Eine Rückkehr auf einen Arbeitsplatz des abgebenden Unternehmens ist grundsätzlich nicht möglich.
  • Die vereinbarte Verweildauer in der Transfergesellschaft muss länger als die Kündigungsfrist sein.
  • Die Transfergesellschaft muss aktiv Vermittlungsvorschläge unterbreiten.
  • Die Transfergesellschaft kann von unterschiedlichen Kleinbetrieben Arbeitnehmer aufnehmen.

Höhe des Kurzarbeitergeldes (Kug)
Die Höhe des Kug richtet sich nach dem pauschalierten Nettoausfallgeld im Anspruchszeitraum (Kalendermonat).

Das Kug wird in zwei verschieden hohen Leistungssätzen gewährt:

  • 67 Prozent des Nettoentgelts (erhöhter Leistungssatz, Arbeitnehmer mit Kindern im Elternhaus)
  • 60 Prozent des Nettoentgelts (allgemeiner Leistungssatz)

Ziel der Transfergesellschaft

  • Verlängerung der abgesicherten Zeit sowie der Vermittlungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.
  • Vor Gründung der Transfergesellschaft werden die betroffenen Mitarbeiter detailliert von PMB über die inhaltliche Konzeption und die Leistungen informiert.
  • Die Vertragsinhalte werden ausführlich mit den Interessenten erörtert. Im Bedarfsfall wird Beratung angeboten. Vor diesem Hintergrund ist eine bewusste und tragfähige Entscheidung für oder gegen das Transferangebot gewährleistet.
  • Umfassende Informationen über die Verweildauer in der Transfergesellschaft führen dazu, dass ein hoher Anteil von Mitarbeitern das Angebot annimmt.

Dreiseitiger Vertrag / Arbeitsvertrag

  • Im Rahmen des dreiseitigen Vertrages besitzt der Mitarbeiter einen befristeten Arbeitsvertrag mit PMB
  • Dieser Vertrag kann von den Mitarbeitern täglich gekündigt werden.
  • Rückkehrrecht

Bei Ausscheiden während der Transferkurzarbeit zum Zweck der Arbeitsaufnahme in einem anderen Unternehmen ruht zunächst das Arbeitsverhältnis mit PMB. Im Bedarfsfall besteht die Möglichkeit, während der ursprünglichen, individuellen Vertragslaufzeit wieder zu PMB zurückzukehren.

Wie ist die Bezahlung?
Während der Transferkurzarbeit wird Transferkurzarbeitergeld entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen bezahlt. Darüber hinaus erfolgt eine Zuzahlung zum Transferkurzarbeitergeld in Höhe der Differenz zu dem im Sozialplan vereinbarten letzten Nettoentgeltes.